Wie man Leser mit einfachen Methoden dazu bringen kann, eine bestimmte Meinung zu vertreten
… erklärt anhand eines Artikels der FAZ.
Ziel war es, die von der Bundesregierung befürwortete
Sparpolitik für Griechenland gegen Kritik aus aller Welt zu verteidigen –
insbesondere die Ökonomen Paul Krugman und Joseph Stiglitz hatten die
Sparpolitik kritisiert.
schwarz: Originaltext
blau in Klammern: Kommentare
Schelte
von Ökonomen
Es ist
ja nicht Washingtons Geld
In der Griechenland-Debatte prügeln Amerikas Ökonomen gnadenlos (mit einer brutalen Metapher
beginnen, als wären die Ökonomen gewalttätig, um sie als böse darzustellen) auf die
Deutschen (nicht „deutsche Bundesregierung“
schreiben; die (deutschen) Leser sollen sich angegriffen fühlen und die
Ökonomen von vornherein als Gegner sehen) ein.
Dafür gibt es kulturelle Gründe – und ganz praktische.
02.07.2015, von WINAND VON PETERSDORFF
© DPA Verständnis für Tsipras:
Paul Krugman (rechts; hier bei einem Athen-Besuch im April)
Eine wirkungsmächtige Erzählung macht die Runde. Es ist die Erzählung von den Deutschen und ihren nordeuropäischen Spießgesellen.
Sie haben, so geht die Narration, mit ihren Entscheidungen Griechenland in Elend und Tumult
gestürzt. (die Argumentation der Ökonomen
als unsinniges Märchen darstellen, in dem alle Deutschen verrückt sind…) Deutschlands Motive
sind dabei durchaus vielschichtig. Sie wollen die unbotmäßige linksradikale
Regierung wegputschen und nehmen dafür den Zusammenbruch der griechischen
Volkswirtschaft in Kauf oder, in der verschärften Variante, sie beschleunigen
ihn bewusst. Ferner leiden die
Deutschen unter einer Obsession: Sie sind austeritätsversessen. Sparen ist die Tugend, der nicht nur die schwäbische
Hausfrau zu folgen hat, sondern die ganz Welt.
(…und bei den Lesern das Gefühl wecken, man müsse sich gegen diese Behauptungen wehren; In Wahrheit kritisieren die Ökonomen natürlich nur die deutsche Regierung für ihre Position zur Austeritätspolitik – nicht alle Deutschen pauschal)
(…und bei den Lesern das Gefühl wecken, man müsse sich gegen diese Behauptungen wehren; In Wahrheit kritisieren die Ökonomen natürlich nur die deutsche Regierung für ihre Position zur Austeritätspolitik – nicht alle Deutschen pauschal)
Damit aber noch nicht genug der psychologischen Defekte, die (hier fehlt ein „die“ – solche Fehler eigentlich
vermeiden, damit der Artikel seriös wirkt) Deutschen durchs Leben tragen. Sie sind
in selbstzerstörerischer Weise auf die Einhaltung von Regeln selbst dann fixiert,
wenn daraus ein allgemeiner Ruin resultiert. Und schließlich ist da noch die
bedenkliche Eigentümlichkeit, dass die
Deutschen Kredit gerne mit „Schulden“ übersetzen,
einem mit Schuld verwandten Wort. Die semantische Verwandtschaft gibt den
schlagenden Hinweis auf den deutschen
Nationalcharakter: Die Deutschen
finden Schulden böse. (Jetzt
wurden oft genug „die Deutschen“ im Zusammenhang mit negativen Eigenschaften
erwähnt, um den Lesern zu vermitteln, dass die Argumentation der Ökonomen
unmöglich wahr sein kann. Schließlich sind die Deutschen generell nicht so wie
hier beschrieben)
Das Putsch-Motiv
Die Erzählung ist unbehaglich, aber sie zu
ignorieren hilft gar nichts. Denn ausnehmend kluge Männer tragen sie weit
in die Welt hinaus. Der kraftvollste Erzähler ist der mit dem Nobelpreis
ausgezeichnete Ökonom Paul Krugman, der für die große Zeitung New York Times
Woche für Woche die einflussreichste Kolumne der Vereinigten Staaten verfasst. In einer älteren stand zum Beispiel der Satz: „Fast jeder, der
die Entwicklung verfolgt, erkennt, dass Deutschlands Austeritäts-Obsession Europa an den Rand
einer Katastrophe geführt hat – fast jeder, abgesehen von den Deutschen selbst.“
(ein Zitat auswählen, in dem es so klingt,
als kritisiere Krugman tatsächlich die deutsche Bevölkerung – nicht die
deutsche Regierung) In einer anderen Woche schreibt der Ökonom, dass Deutschland das Rezept für ein „Desaster in
Zeitlupe“ geschrieben habe, weil sie
(Freud’sche Tippfehler auch unbedingt
vermeiden! Ist Deutschland auf einmal weiblich oder ist insgeheim die Bundesregierung bzw. Merkel
gemeint?) auf Sparsamkeit beharrt. Über Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sagte Krugman
in einem Vortrag in Brüssel im April dieses Jahres, seine Position sei „niederschmetternd“. (für Krugman’s Aussagen immer Konjunktiv verwenden, um
sie zweifelhaft wirken zu lassen…) Der Mann habe in fünf Jahren nichts dazugelernt.
In einer ganz frischen Kolumne schreibt Krugman, dass Griechenlands Volkswirtschaft
kollabiert sei wegen der
Austeritäts-Maßnahmen. Griechenland sei
dann mit einem „Friß oder stirb“- Sparpaket der Kreditgeber konfrontiert
worden, das die verheerende Sparpolitik der letzten fünf Jahre fortgesetzt
hätte. (…auch wenn es sich um Fakten handelt) „Dies war ein vermutlich mit Absicht so angelegtes
Angebot, dass es Alexis Tsipras, der griechische Premierminister, nicht
annehmen konnte, weil es seine politische Existenz vernichten würde. Die
Absicht musste es sein, ihn aus dem Amt zu jagen, was wahrscheinlich passiert,
wenn die Griechen die Troika genug fürchten, um mit „Ja“ zu stimmen.“
Hier taucht es
auf, das Putsch-Motiv. Im Kern sagt Krugman, die Kreditgeber einschließlich des
mächtigen Deutschland befördern den demokratisch legitimierten Regierungschef aus dem Amt, weil
er die ökonomisch verheerenden Sparmaßnahmen nicht hinnehmen will.
Stiglitz: Es geht
nicht um Geld, sondern um Macht
Joseph Stiglitz,
ein anderer amerikanischer Nobelpreisträger der Ökonomie, kann seine Wut kaum verhehlen: (behaupten,
die Meinung der Ökonomen beruhe auf Wut; nicht auf einer wissenschaftlichen
Analyse) Die Hilfskredite hätten Griechenland gar nicht erreicht, sondern seien direkt an die
privaten Kreditgeber, darunter deutsche Banken, gegangen. (auch bei Stiglitz’ Aussagen immer Konjunktiv verwenden –
egal ob Meinung oder Fakt) Soviel zum Thema,
man habe versucht Griechenland zu
retten. Es gehe im Übrigen nicht um
Geld, sondern um die Macht, den Griechen das Unakzeptierbare aufzuzwingen: Das
beschränkt sich nicht auf Austeritätsprogramme, sondern meint eine Politik, die
schon in so vielen Ländern Ungleichheit fördert und die Arbeitnehmer schwächt.
Und weiter geht es: Britische Kolumnisten bedeutender
Zeitungen schreiben, man müsse Merkel stoppen, bevor sie Europa und Griechenland zerstöre oder sie machen aus dem
Krugmanschen Putschisten einen Serientäter, der auch den braven Silvio
Berlusconi in Italien niedergestreckt hat. Zurückhaltender und dafür deutlich pfiffiger formuliert Martin Wolf, der große Kolumnist der Financial Times, dass Schuldenerlasse etwas ganz normales seien, wovon ja Deutschland, das im 19.
Jahrhundert Staatsbankrotte in Serie hingelegt hat, profitiert habe.
Mario Monti, der frühere Regierungschef Italiens und
Amerikas Präsident Barack Obama haben gemeinsam über die
Deutschen geseufzt. Darüber, dass Deutsche die Ökonomie als Teildisziplin der Moralwissenschaften ansähen. Darüber, dass Wachstum für sie
eine Belohnung einer wertorientierten sparsamen Wirtschaft sei. Und darüber, dass Schulden für sie, die Deutschen, stets mit Schuld verbunden seien.
Warum entwickeln
gerade Amerikaner Sympathie für Linksradikale? (Wenn halbwegs plausibel, für politische Gegner immer
das Wort „radikal“ verwenden, da es negativ klingt – auch wenn deren Meinung gemäßigt
ist)
In den Ausprägungen unterschiedlich wird die von
angelsächsischen Federn nieder geschriebene Kritik von vielen Meinungsmachern (nützliches, abwertendes Wort, das man
übrigens für jede Person verwenden kann, die irgendeine Meinung vertritt) und Ökonomen außerhalb Nordeuropas geteilt, vor allem die
eine große These (die Meinung der Gegner immer als „These“ – oder
eigentlich besser: „Erzählung“ – bezeichnen; die „richtige“ Meinung nie), die da lautet: Die von der Troika aus Europäischer Union,
Internationalem Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank auferlegte Austeritätspolitik sei hauptverantwortlich für die aktuelle Misere in
Griechenland. (natürlich nicht erwähnen,
dass die „These“ wissenschaftlich belegt ist) Diese Analyse allerdings ist in Deutschland nicht mehrheitsfähig, sie
stößt, wie Krugman schon ganz richtig mutmaßte, in der Tat auf Unverständnis. (Hoffentlich merkt niemand, dass es keine absurde These
sein kann, wenn sie von der überwältigenden Mehrheit der Ökonomen weltweit
vertreten wird) Auch dass Tsipras ein zu Unrecht
verunglimpfter Politiker sei, ist den Deutschen nur schwer nahezubringen.
Der (relativ unbedeutende aber gerade nützliche) amerikanische Ökonom Scott Sumner suchte Antworten auf
die Frage, warum gerade seine Land(s)leute (philosophiert
er über Ökonomen oder Bauern?) so viel Sympathie
für die linksradikale griechische
Regierung hegten. „Womöglich erklärt sich (die)
Differenz aus der Tatsache, dass es nicht
unser Geld ist, das auf dem Spiel steht, sondern das der Europäer.“ Amerika
hätte ja durchaus die Möglichkeit, Griechenland mit Geld beizuspringen, was allerdings
bisher unterblieb – sie sind nur indirekt über den Internationalen
Währungsfonds mit relativ kleinen Summen beteiligt. (nicht erwähnen, dass Stiglitz ein scharfer Kritiker der
US-Handelspolitik ist und u.a. in seinem Buch „Globalization and its discontents“
beschreibt, wie die USA ihre Handelspartner unfair behandeln und eine
Veränderung fordert. Das würde unglaubwürdig machen, dass Stiglitz nur aus Wut
und Nationalismus eine bestimmte Meinung vertritt)
Ein anderer
Unterschied ist ziemlich offenkundig: Die Nordeuropäer inklusive der Deutschen nehmen Schulden ziemlich ernst. Das
findet seinen Niederschlag in Gesetzen, die es bankrotten Selbständigen schwer
machen, wieder auf die Füße zu kommen, wenn auch deutlich einfacher als früher.
Da sind die Amerikaner, wie Sumner ausführt, dann doch entspannter. „In Amerika
können Leute wie Donald Trump Pleite gehen, und danach neu anfangen, als sei
nichts geschehen. Sie können sich sogar fürs Präsidentenamt bewerben.“ (egal, dass man sich auch in Deutschland nach einer
Insolvenz als Bundeskanzler bzw. –präsident bewerben kann)
Sumners dritte Erklärung für die Unterschiede in der
Betrachtungsweise der griechischen Misere deckt sich vermutlich dann wieder mit
Krugmans Einschätzung: Amerikaner verstehen einfach mehr von Makroökonomik als
die Europäer. (so tun, als gehe es beim Konflikt
Krugman/Stiglitz vs. Schäuble/Merkel darum, ob Amerikaner oder Deutsche (bzw.
Europäer) mehr von Wirtschaft verstehen – nicht Wirtschaftsnobelpreisträger
oder Juristen bzw. Physiker, deren „Wirtschaftskompetenz“ auf Gesprächen mit
Lobbyisten basiert) Große amerikanische Ökonomen,
wenn auch nicht ganz so stimmgewaltig (Es ist
eigentlich positiv, wenn sich jemand durch seine wissenschaftlichen Arbeiten
eine derart gute Reputation erarbeitet hat, dass eine große Anzahl an Menschen
ihm zuhört und auf seine Meinung zählt. Mit dem genialen Wort „stimmgewaltig“
kann man diese Errungenschaft einfach ins Negative umkehren) wie Krugman, sind allerdings Kenneth Rogoff und Jeffrey Sachs.
Wer nicht
vertraut, der investiert nicht
Harvard-Mann Rogoff
(besser nicht erwähnen, dass Rogoff dafür
bekannt ist, eine Studie („Growth in a time of debt“) gefälscht zu haben, die
zeigen sollte, dass hohe Staatsschulden schlecht für Wachstum sind – was
übrigens auch die FAZ als ökonomisches Gesetz propagiert. In der Studie wurden
jedoch Länder mit hohen Staatsschulden und hohem Wachstum einfach aus dem
Datensatz entfernt) hat gerade zusammen mit dem
Stanford-Kollegen James Bulow einen Aufsehen erregenden Artikel verfasst, der mit grimmiger Akribie die
Zahlungen untersucht, die Griechenland in den letzten Jahren erreicht und
verlassen haben. Das Ergebnis ist bemerkenswert: Griechenland war von 2010 bis
Mitte 2014 Nettoempfänger von Geld der Troika. Das steht im krassen Gegensatz zu der verbreiteten Hypothese, dem Land sei
ein von der Troika aufgelegtes Verderben bringendes Austeritätsprogramm
auferlegt worden, mit Zweck das geliehene Geld einzutreiben. (Passagen wie diesen Absatz, der offensichtlich keinen
Sinn ergibt, besser weglassen – jeder weiß, dass Griechenland Geld bekommen
hat; und den beschriebenen Gegensatz gibt es nicht. Gut ist dennoch, die zu
bekämpfende Meinung als Hypothese zu bezeichnen und Konjunktiv zu verwenden)
Rogoff sagt, die
wahren Probleme des Landes folgen
aus einem dramatischen Vertrauensverlust nicht nur der ausländischen
Investoren, sondern der Griechen selbst. Sie haben seit 2010 dem heimischen Bankensystem mehr als 100 Milliarden
Euro entzogen - ein enormer Betrag, der durch Geld der Europäischen Zentralbank
ersetzt werden musste. Eine
naheliegende Erklärung ist, dass die Griechen ihren politischen Institutionen
nicht trauen oder sich selbst nicht trauen. Wer nicht vertraut, der investiert nicht. (Rogoffs Thesen – die mit der zu propagierenden Meinung übereinstimmen –
nicht als solche kennzeichnen und ausnahmsweise keinen Konjunktiv verwenden, damit es so wirkt, als seien es
unumstrittene Fakten)
Griechenland -
ein Schwellenland?
Die Weltbank analysiert nach vielen Kriterien, wie reif und entwickelt
Volkswirtschaften im globalen Vergleich sind. Im generellen Kriterium „Doing Business“ liegt
Griechenland dabei auf Platz 61 direkt hinter Tunesien und weit hinter den
anderen gefährdeten Euroländern. Beim Kriterium der Einhaltung und Durchsetzung
von Verträgen liegt das Land auf Platz 155 dicht bei Malawi, beim
Steuereintreiben sind die Solomon Inseln die Benchmark. In anderen Kriterien
können die Griechen sich mit Tonga und Marokko messen. Die neue Erzählung vor
diesem Hintergrund müsste lauten: Griechenland
ist gar kein europäisches Industrieland. Es ist ein Schwellenland, in dem
womöglich Sparen so wenig hilft wie das Gegenteil. Alle Versuche versanden, so
lange das Rechtssystem und die Bürokratie nicht modern werden.
(Darauf wurde die ganze Zeit hingearbeitet; irgendwann muss man es tun: Man
muss seine eigene These als die Wahrheit präsentieren, um damit die Nobelpreisträger zu „widerlegen“ – auch wenn
man nur ein Redakteur bei der FAZ ohne nennenswerte volkswirtschaftliche
Kenntnisse ist und die These lautet: „Griechenland ist Europas unwürdig und es
hilft eh alles nix – Sparen hin oder her“)
Was würde Krugman zu dieser Deutung sagen? (Er würde wahrscheinlich vor Lachen vom Stuhl fallen) Der berühmte Ökonom Jeffrey Sachs, ein Gegner der
Sparprogramme für Griechenland, hat bei Krugman allerdings eine ganz andere Austeritätsversessenheit gefunden: Er habe vor Sparpolitik in England und den Vereinigten Staaten lauthals
gewarnt, aber nie zu Kenntnis genommen, dass sich trotz der ganzen Austerität
in diesen Ländern die wirtschaftlichen
Daten, etwa die Arbeitslosigkeit, deutlich gebessert hätten. (Um Krugman zu
disqualifizieren zur Not einfach die Fakten ins Gegenteil verkehren! Eigentlich
zeigt der Vergleich USA-England-Europa: Die USA hatten weniger Austerität als Europa und eine bessere Performance. England ist irgendwo in der Mitte. Die
logische Schlussfolgerung wäre, dass Austerität der wirtschaftlichen
Entwicklung schadet – wie Krugman richtig feststellt. Griechenland, um das es
eigentlich geht, in diesem Zusammenhang auf keinen Fall erwähnen, da dann der
Widerspruch offensichtlich wird) Als ob die
Empirie nicht in Krugmans Modell gepasst hätte. Auch Stiglitz bleibt nicht
ungeschoren. Der Harvard-Entwicklungsökonom Ricardo Hausmann erinnert an eine schon
einige Jahre zurückliegende Lobesrede des
Nobelpreisträgers. Er hatte die
Sozial- und Wirtschaftspolitik Venezuelas gelobt. Das Land erlebt gerade eine
Hyperinflation.
(Um Stiglitz den Gnadenstoß zu verpassen, muss man
irgendetwas finden, das seine Inkompetenz „beweist“. Zum Glück hat er in seinem
Leben unzählige Reden gehalten, Bücher geschrieben und in Fachzeitschriften
publiziert – eine Liste mit den Titeln seiner Aufsätze und Bücher ist ca. 50
Seiten lang. Es spielt keine Rolle um was es sich handelt, wie lange es zurückliegt
und um welches Land der Welt es geht. Die anscheinend falsche Prognose
bezüglich Venezuela von vor X Jahren eignet sich hervorragend. Dabei ist völlig
egal, dass die derzeitige Hyperinflation vielleicht gar nicht auf die Sozial-
und Wirtschaftspolitik von damals zurückzuführen ist. Wichtig ist nur,
Stiglitz’ Prognosen bezüglich Griechenland
nicht zu erwähnen: Er sagte die katastrophale wirtschaftliche Entwicklung
Griechenlands der letzten Jahre als Folge der Sparpolitik nämlich bereits vor
einigen Jahren vorher)
Stiglitz und Krugman übrigens äußern für die Griechen
eine mehr oder weniger unverblümte Empfehlung: Sie sollen am Sonntag beim Referendum gegen das Sparprogramm stimmen. (…diese weltfremden Spinner, die nichts von Ökonomie
verstehen!)
WARNUNG: Dieser Beitrag kann Spuren von Sarkasmus
enthalten.
Beitrag
ursprünglich veröffentlicht auf vwl-verstehen.de.tl im September 2015

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